Inklusiver Kinderschutz
Perspektiven erweitern und Herausforderungen erkennen
Nationale und internationale Studien weisen darauf hin, dass Kinder mit Behinderungen einem deutlich erhöhten Risiko ausgesetzt sind, Gewalt und Misshandlung zu erfahren. Ihre erhöhte Vulnerabilität entsteht dabei nicht nur durch die Beeinträchtigung selbst, sondern auch durch ihre besondere Angewiesenheit auf Unterstützung im Alltag. Verlässliche Daten, die das Ausmaß der Gewalt gegenüber Kindern und jungen Menschen mit Behinderungen im Hell- und Dunkelfeld abbilden könnten, liegen derzeit nicht vor.
Strukturen und Angebote eines (präventiven) inklusiven Kinderschutzes müssen insofern auf den Sozialraum der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet sein. Voraussetzung dafür ist eine gute Vernetzung und Kooperation aller relevanten Akteure. Wie kann inklusiver Kinderschutz gelingen – theoretisch fundiert, praxisnah gestaltet und vernetzt weiterentwickelt werden?