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Allein unter Vielen?

Einsamkeit bei Kindern, Jugendlichen und
jungen Erwachsenen verstehen, erkennen
und gegenwirken

Einsamkeit ist nicht mit Alleinsein gleichzusetzen. Sie kann auch Menschen betreffen, die von anderen umgeben sind. Wenn die gewünschten sozialen Beziehungen nicht den eigenen Bedürfnissen und der gelebten Realität entsprechen, kann das Gefühl von Einsamkeit entstehen.
Einsamkeit ist ein Phänomen aller Lebensalter, jedoch stellen vor allem junge Menschen eine Risikogruppe dar. Aktuelle Studien zeigen, dass sich 13–18 % der jungen Menschen in Deutschland einsam fühlen. Kindheit, Jugend und der Übergang ins Erwachsenenalter sind Lebensphasen, die von vielen sozialen und emotionalen Veränderungen sowie der Suche nach Identität geprägt sind. Einsamkeit zeigt sich in dieser Zeit als dynamisches Phänomen: Es wird zum einen durch genetische Faktoren beeinflusst und bleibt deshalb teilweise stabil, zum anderen ist es durch soziale und kontextbezogene Bedingungen veränderbar.
Besonders vulnerabel sind junge Menschen, die von Armut betroffen sind oder eine chronische Erkrankung haben. Dies kann sowohl unmittelbare als auch mittel- und langfristige Konsequenzen haben, indem z.B. Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten eingeschränkt, das Zugehörigkeitsgefühl und Selbstwirksamkeitserleben beeinträchtigt sein können.
Was ist Einsamkeit genau und was kann sie bewirken? Wie äußert sich dieses Phänomen bei jungen Menschen? Was lässt sich gegen Einsamkeit tun?