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Von Wut bis Freude - kindliche Gefühlswelten

Emotionale Entwicklung von Kindern begleiten

Noah (4 Jahre) spielt in der Kita mit Bauklötzen. Er baut einen hohen Turm, doch plötzlich fällt dieser um. Noah wird wütend, stampft mit den Füßen und schreit laut: „Alles kaputt!“

Diese und andere emotionale Situationen sind alltäglich im Umgang mit kleinen Kindern. Gefühle prägen den Alltag von Kindern – zu Hause wie in der Kita. Sie zeigen Bedürfnisse, steuern das Verhalten und sind zentral für das soziale Miteinander. Im Verlauf der ersten Lebensjahre lernen Kinder – eng verknüpft mit ihrer geistigen und sozialen Entwicklung – ihre immer vielfältigeren Empfindungen wahrzunehmen und auszudrücken. Besonders im Kleinkind- und Vorschulalter kann es dabei häufig zu Gefühlsausbrüchen kommen, bei denen Kinder ihre Gefühle ungehemmt und vielleicht auch sehr temperamentvoll zum Ausdruck bringen. Wie Kinder mit starken und widerstreitenden Gefühlen umgehen können, lernen sie nicht allein, sondern nur mit Unterstützung. Sie brauchen Vorbilder und Orientierungshilfen, um Gefühle auszudrücken, bei sich und anderen zu verstehen und schließlich regulieren zu können.
Pädagogische Fachkräfte und Eltern spielen eine entscheidende Rolle dabei. Durch gezielte Interventionen und einfühlsame Begleitung können sie Kindern helfen, ihre Emotionen zu verstehen, neue Verhaltensweisen zu erlernen und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Dabei stellen sich zentrale Fragen: Welches Verhalten ist typisch für bestimmte Entwicklungsphasen? Und wie können pädagogische Fachkräfte und Eltern die emotionale und soziale Entwicklung angemessen begleiten und fördern?
An diesem Abend werden wir die emotionale Entwicklung von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren aus entwicklungspsychologischer Perspektive betrachten und aus der aktuellen wissenschaftlichen Forschung konkrete Konsequenzen für die pädagogische Praxis ableiten.