Kirche in der Gesellschaft - ein Gespräch mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ
"Habt den Mut, anders zu denken!"
Zur ersten Sozialenzyklika von Papst Leo XIV.
Die Menschlichkeit zu verteidigen angesichts der Herausforderungen unserer Zeit — das ist das zentrale Anliegen der Sozialenzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV.
Der Papst hebt die christliche Verantwortung nicht nur im persönlichen, sondern auch im gesellschaftlichen und politischen Kontext hervor. Dies erfordert sowohl kirchliches Engagement als auch die politische Gestaltung gerechter Rahmenbedingungen. Zugleich ist es unsere je eigene Entscheidung, ob wir eine Gesellschaft mitgestalten, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird, oder eine, die von Eigeninteresse und Profitstreben geprägt ist.
Doch was bedeutet das konkret? Mit welchen gesellschaftlichen Herausforderungen sind wir konfrontiert? Wie können wir ihnen begegnen und zu einer menschenwürdigen Zukunft beitragen?
Diesen Fragen widmet sich eine dreiteilige Gesprächsreihe zur Sozialenzyklika von Papst Leo XIV. Gemeinsam mit Gästen aus Kirche und Gesellschaft werden zentrale Themen des päpstlichen Schreibens diskutiert und Perspektiven entwickelt, wie wir als Menschen menschlich bleiben und eine menschliche Gesellschaft gestalten können.
Auftakt der Reihe ist ein Gespräch mit Bischof Dr. Heiner Wilmer.
Maginifica Humanitas plädiert für eine Kirche, die Krisen der Gegenwart wahrnimmt, ernst nimmt und sich für eine „Zivilisation der Liebe“ einsetzt. Wie kann das gelingen? Woraus schöpfen wir die Kraft für gesellschaftliches Engagement? Wofür wollen wir uns einsetzen? Papst Leo XIV. wirbt für die Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Kräften und fordert dazu auf, bewusst zu entscheiden an „welcher Stadt“ wir bauen wollen. Haben wir kreative Ideen, um uns einzubringen? Sind solche Impulse in Kirche und Gesellschaft überhaupt gefragt? Darüber und über vieles mehr spricht Michelle Becka mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ.