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Welche Kirche braucht Münster?

Münsteraner Streitgespräche

Die Stadt Münster gilt mit ihren vielen Kirchenbauten schon lange als »Nordisches Rom«. Bis heute prägen die beiden Großkirchen – insbesondere die katholische Kirche – das Stadtbild wie auch das zivilgesellschaftliche und soziale Leben: Sie sind eine der wichtigsten Arbeitgeberinnen, Trägerinnen von Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern und wirken darüber hinaus in vielen kulturellen und gesellschaftspolitischen Bereichen.

Doch die Kirchen stehen vor großen strukturellen Herausforderungen: Zwar gehörten 2023 weiterhin rund 60 Prozent der Münsteraner:innen der katholischen oder evangelischen Kirche an, doch die Mitgliederzahlen sinken. Gleichzeitig wird die Stadt religiös pluraler, säkularer, und klassische Formen kirchlicher Präsenz und Trägerschaft geraten zunehmend unter Druck.

Was bedeutet das für das kirchlich-religiöse Leben in Münster? Welche Rolle kann und soll Kirche in einer zunehmend religiös vielfältigen Stadt spielen? Und was geschieht, wenn sie sich aus zentralen Bereichen der Daseinsfürsorge zurückzieht?

Die Akademie bietet mit dem Format der Münsteraner Streitgespräche einen »Streitraum«, in dem Betroffene, Akteur:innen und Entscheider:innen aufeinandertreffen, ihre Positionen und Interessen zur und kontrovers miteinander ins Gespräch kommen.