Warum und wie heute strafen?
Ethische Reflexionen und Perspektiven auf die neue JVA Münster
Wie lässt sich in einem demokratischen Rechtsstaat begründen, dass Menschen die Freiheit entzogen wird? Welche Zwecke rechtfertigen Strafen – Vergeltung, Abschreckung, Sicherung, Resozialisierung – und wie lassen sich diese ethisch rechtfertigen? Wie kann ein ethisch angemessener Strafvollzug gestaltet werden? Die öffentliche Abendveranstaltung geht diesen Grundfragen einer Ethik im Justizvollzug nach und nimmt dabei auch Perspektiven auf die neue Justizvollzugsanstalt in Münster in den Blick.
Zwei Perspektiven stehen im Mittelpunkt: Aus ethischer Sicht werden die normativen Grundlagen staatlichen Strafens im freiheitlichen Rechtsstaat dargestellt. Die Einrichtungsleitung der JVA Münster, Carsten Heim (Leitung) und Dr. Sarah Watts (stellv. Leitung), werden anschließend Einblicke in die Praxis geben und zeigen, wie sich ein ethischer Anspruch des Justizvollzuges in Architektur, Organisationsstruktur und Vollzugsalltag konkretisiert. Die so gewonnenen Perspektiven werden in einem Podiumsgespräch und mit dem Publikum diskutiert.
Kooperation mit:
Katholische Hochschule, Münster und AG-Ethik im Justizvollzug