Mutig anders sein!
Starke Subjekte in starken Systemen
Wie tragen Schulen dazu bei, dass sich starke Subjekte entwickeln – junge Menschen, die urteilsfähig, empathisch, solidarisch und verantwortungsbewusst handeln? Die bereit sind, an einer Gesellschaft mitzuwirken, die allen gute Lebensperspektiven eröffnet? Welche Rolle spielen Lehrer:innen und Schulleitungen dabei? Was ist eine Schulkultur, die Subjektsein und Verantwortungsübernahme fördert?
Mit diesen Fragen stellt die Tagung ein Thema in den Mittelpunkt, das ein Kernanliegen für Schulen ist, für das aber zugleich im Alltag nicht selten die Zeit oder die Energie fehlt: Schule als eminent gesellschaftsprägenden Ort zu gestalten, in dem Subjektsein und Verantwortungsübernahme sowohl personal als auch strukturell ermöglicht – und gelebt werden.
Dabei geht es nicht zuerst um Organisationsfragen oder eine weitere Aufgabe „on top“, die jetzt auch noch zu erledigen wäre. Es geht um unser jeweiliges Menschenbild, um unser Selbstverständnis als Akteur:innen im Schulsystem, um die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen – und schließlich um das Ausloten der Veränderungsmöglichkeiten von Schule, die vielleicht größer sind als angenommen. Es geht also auch um den Mut, ein von vielen internen und externen „Bedingungen“ geprägtes System Schule anders zu denken.
Drei profilierte Pädagogen bringen dafür unterschiedliche Perspektiven ein:
• Pater Tobias Zimmermann SJ
Bildung als Beziehungsgeschehen. Eine ignatianische Perspektive auf Subjektwerdung und Verantwortung.
• Prof. i. R. Dr. Dr. h.c. Norbert Mette
Welches Menschenbild prägt unser pädagogisches Handeln? Verantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität als Leitkategorien schulischer Bildung.
• Stefan Ruppaner
Schule neu denken: Wie gelingen echte Veränderungsprozesse im System Schule?
Die Tagung versteht sich bewusst nicht als Entwicklungsort fertiger Konzepte oder konkreter Maßnahmen. Sie bietet einen offenen, dialogischen Raum, in dem aus verschiedenen Perspektiven Ideen, Erfahrungen und Wissen zusammenkommen sollen. Die Teilnehmer:innen tragen das, was an Ideen, Impulsen und Wissen entsteht, in ihre Schulen zurück – was dort Wirkung entfaltet, das liegt bei den Teilnehmer:innen und Schulen.
Ablauf der Tagung
Ab 8.30 Uhr – Ankommen und Stehkaffee
9.00 Uhr – Begrüßung und Einführung
Subjektwerdung und Verantwortung in der Schule
9.30 Uhr – Verteilung auf die Workshops
9.45 Uhr – 1. Workshop-Durchlauf
• Workshop 1 – Tobias Zimmermann SJ
Was heißt Subjektwerdung in Schule aus ignatianischer Perspektive?
• Workshop 2 – Norbert Mette
Was heißt Subjektwerdung aus religionspädagogischer Perspektive?
• Workshop 3 – Stefan Ruppaner
Was heißt Subjektwerdung mit Blick auf das System Schule?
11.15 Uhr – Kaffeepause
11.30 Uhr – 2. Workshop-Durchlauf
13.00 Uhr – Mittagessen
13.45 Uhr – 3. Workshop-Durchlauf
15.15 Uhr – Kaffee und Kuchen
15.45 Uhr – Abschlussplenum
• Austausch über Perspektiven einer subjekt- und verantwortungsorientierten Schulkultur
• Wie weitergehen? Möglichkeiten der Vernetzung und Begleitung
16.30 Uhr – Abschluss der Tagung
Teilnahmebeitrag
• 60 € (ermäßigter Preis) für Teilnehmer:innen von Bistumsschulen
• 80 € für Teilnehmer:innen anderer Träger
(Übernachtung ist im Preis nicht enthalten; für Reservierungen von Zimmern bitte die Akademie Franz Hitze Haus kontaktieren)
Kooperation mit:
Fachbereich Schule, Hochschule, Bildung, Bistum Münster