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Katharina von Siena

Christentumsgeschiche(n) aus mystisch-politischer Sicht - Resonanzen für heute

Es waren für die Kirche unruhige Zeiten, in denen Katharina von Siena lebte und wirkte. Machtkämpfe in Rom hatten dazu geführt, dass die Päpste seit 1309 in Avignon residierten. Erst 1377 verlegte Gregor XI. den Papstsitz wieder in die heutige italienische Hauptstadt zurück – nicht zuletzt wohl auch aufgrund der nachdrücklichen Interventionen der
jungen Dominikanerin. Doch damit nicht genug: In zahlreichen Briefen forderte Caterina Benincasa – die später Katharina von Siena genannt wurde – vom Papst umfassende Kirchenreformen zur Stärkung der Seelsorge.

Obwohl Katharina erst als Erwachsene Lesen und Schreiben lernte, hinterließ sie ein umfangreiches mystisch-theologisches Werk. Verehrt wird sie heute als Kirchenlehrerin und Schutzpatronin Europas.

Die Veranstaltung konzentriert sich auf Katharina als »Kirchenkritikerin« und diskutiert, was eine durchaus reformbedürftige Kirche unserer Tage von der unerschrockenen Ordensschwester aus Siena lernen kann.