^

Die Pandemie als Zäsur

Gelingt der Wandel zu einer gerechteren Welt?

- Die Welt im Krisenmodus: Konsequenzen für den globalen Süden
- Die Menschheit als „globale Familie“ – Nähe und Distanz in der Eine-Welt-Arbeit
- Wege aus der Krise: Welche Rolle haben Staat, Zivilgesellschaft und Kirchen?

Die Corona- Pandemie war und ist eine Zäsur für viele Menschen: bei uns und im Globalen Süden. Wir haben mehr Gemeinsinn, aber auch mehr nationalen und persönlichen Eigennutz erlebt. In Rekordzeit gab es einen Impfstoff
– aber die Verteilung ist weltweit extrem ungerecht. Es gab positive Folgen für das Klima, gekoppelt aber mit negativen Folgen z. B. für die Menschen in vielen Entwicklungsländern, die vom Tourismus leben. Es gab mehr Wertschätzung für regionale Produktion, aber auch große
wirtschaftliche Probleme für Produzent:innen in weltweiten Lieferketten. Einige Veränderungen waren und sind nur kurzfristig, andere werden bleiben.

Was können wir und andere Akteure tun, um die Zäsur zu nutzen - für eine globale Gesundheit, nachhaltigen Tourismus, für eine faire Wirtschaft und mehr regionale Wertschöpfung?
Welche Rolle wird China in Zukunft spielen? Welche Akteure werden den notwendigen Wandel hin zu mehr Gerechtigkeit befördern, wer wird ihn blockieren? Wie können wir uns einbringen?

Vor diesem Hintergrund nimmt die 40. Jahrestagung Entwicklungspolitik verschiedene Akteure und Interessen in den Blick. Auch in diesem Jahr bilden die Arbeitsgruppen und Workshops das Zentrum der Tagung, dort wollen wir verschiedene Einzelfragen in diesem Kontext und darüber hinaus bearbeiten.

Wir freuen uns, dass wir dafür wieder zahlreiche Expertinnen und Experten gewinnen konnten. Die konkreten Auswirkungen der Pandemie auf unsere Tagung sind derzeit noch nicht absehbar: Das Schutz- und Hygienekonzept der Akademie und die gebotene Vorsicht werden womöglich nur eine geringere Teilnehmendenzahl
und ein begrenztes Angebot ermöglichen - dennoch freuen wir uns, dass die Jahrestagung als Präsenzveranstaltung stattfinden kann und laden Sie herzlich ein.

Kooperation mit:
Arbeitsgemeinschaft Eine-Welt-Gruppen im
Bistum Münster und in der Evangelischen
Kirche von Westfalen

Referierende:
Miriam Albrecht, Projekt "Exit Fast Fashion", MöWe, Dortmund
Katja Breyer, Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe), Evangelische Kirche von Westfalen, Dortmund
Tobias Daur, lands - next generation, Münster
Pfarrer Ludger Ernsting, Gastkirche, Recklinghausen
Joanna Klabisch, Stiftung Asienhaus, Köln
Judith Klingen, fair rhein, Kamp-Lintfort
Georg Knipping
Dr. Claudia Lücking-Michel, AGIAMONDO, Köln
Jens Martens, Global Policy Forum, Bonn
Antje Monshausen, Referentin Tourismus und Entwicklung, Tourism Watch, Brot für die Welt, Berlin
Dr. Pedro Morazán, ehem. Südwind Institut, Eine Welt Netz NRW, Bonn
Michael Plesch, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bonn
Kristina Rehbein, erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung e. V., Düsseldorf
Dr. Gisela Schneider, Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V. (Difäm), Tübingen
Dr. Christian Straube, Stiftung Asienhaus, Köln
Beginn: Fr, 14.01.2022 um 17:00 Uhr
Ende: So, 16.01.2022 bis 13:30 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 22-501
Tagungsleitung: Dr. Christian Müller
Sekretariat: Ingrid Grothues
Tagungsbeitrag: 75 € /erm 55 € (ÜN/DZ)
90 € /erm 70 € (ÜN/EZ)
40 € /erm 20 € (o. ÜN)
 
© John Hain (pixabay)
Programm als PDF-Download Anmelden