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Späte Reue?

Zum Umgang der Katholischen Kirche mit der eigenen NS-Vergangenheit

- Wort der deutschen Bischöfe zum Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren (2020)
- Frage der "Mitschuld" der Bischöfe im "Dritten Reich"
- Aufarbeitung mit jahrzehntelanger Verzögerung

Seit Jahrzehnten wird die Rolle der katholischen Kirche in der nationalsozialistischen Diktatur kontrovers diskutiert.
Zwar hat die Kirche in Deutschland z.B. durch die Aktivitäten von Pax Christi oder den Briefwechsel der deutschen und polnischen Bischöfe 1965 zur Versöhnung mit den von deutschen Truppen überfallenen Nachbarstaaten beigetragen. Dennoch haben die deutsche Bischöfe erst 75 Jahre nach Ende des Krieges das Verhalten ihrer Amtsvorgänger im Krieg in einem förmlichen Dokument thematisiert und selbstkritisch betrachtet.
Wesentliche Anstöße zum Entstehen dieses Textes kamen v.a. vom Kirchenhistoriker Heinrich Missalla, maßgeblich beteiligt an der Formulierung waren die Deutsche Kommission Justitia et Pax und die Kommission für Zeitgeschichte.
„Indem die Bischöfe dem Krieg kein eindeutiges ,Nein‘ entgegenstellten, sondern die meisten von ihnen den Willen zum Durchhalten stärkten, machten sie sich mitschuldig am Krieg.“ So lautet einer der zentralen Sätze dieses Dokuments, für dessen Vorbereitung die deutsche Bischofskonferenz auch Kontakt zu den Bischofskonferenzen Polens und Frankreichs aufgenommen hat.
In unserem Form wollen wir zum einen die Entstehungsgeschichte des Bischofsworts und seine wichtigsten Aussagen vorstellen und zum anderen das Dokument aus Sicht der Geschichtswissenschaft einordnen.
Wir freuen uns, dass wir ausgewiesene Experten für unser Forum gewinnen konnten und laden Sie herzlich ein!

Kooperation mit:
Zusammenarbeit mit: Historisches Seminar, Universität Münster

Referierende:
Prof. Dr. Olaf Blaschke, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Münster
Prof. Dr. Markus Köster, LWL-Medienzentrum für Westfalen, Münster
Dr. Jörg Lüer, Geschäftsführer der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Berlin
Beginn: Fr, 03.12.2021 um 19:00 Uhr
Ende: Fr, 03.12.2021 bis 21:00 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 21-577
Tagungsleitung: Dr. Christian Müller
Sekretariat: Ingrid Grothues
Tagungsbeitrag: 8 € /erm 4 € (o. ÜN)
 
© Stadtarchiv Münster
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