^

"Es erledigt sich nicht von selbst."

Umweltschutz in Osteuropa als Herausforderung für die Kirchen

- Schwieriges Erbe: Müllberge, Kahlschlag, Kohlekraft
- Ökologische Transformation: Klimaneutralität, Energiearmut, Innovation
- Potential der Kirchen: Umweltbildung, gesellschaftliche Akzeptanz, Vernetzung

Die Länder im Osten Europas stehen vor großen Umwelt-Problemen. Hoher Schadstoffausstoß von Kohlekraftwerken in Polen und Bulgarien, illegale Abholzungen in der Ukraine und Rumänien oder wilde Müllkippen in Albanien sind prägnante Beispiele dafür. In der Praxis ist die ökologische Transformation vielerorts bereits in vollem Gange, wenn auch mit großen Unterschieden zwischen Ländern und Regionen.

Vor allem die östlichen EU-Staaten sind auf einem guten Weg zum umweltfreundlichen und CO2-reduzierten Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Der Weg dorthin ist zwischen den Staaten und innerhalb der
Staaten und Gesellschaften wie überall nicht konfliktfei. So hat zum Beispiel Polen als einziges Mitgliedsland dem Ziel der EU,
bis 2050 klimaneutral zu werden, nicht zugestimmt. Einige polnische Energiekonzerne kündigen jedoch an, bis dahin klimaneutral zu produzieren. Weitaus schwieriger ist die Situation in den Ländern, die nicht zur EU gehören: Sie benötigen umfangreiche Unterstützung.

Die Kirchen bringen gute Voraussetzungen mit, für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren. Das ist angesichts gesellschaftlicher wie innerkirchlicher Akzeptanzschwierigkeiten und der Existenzsorgen vieler Menschen im Osten Europas nicht leicht.

Dennoch entstehen kirchliche Basis-Aktivitäten, die von Renovabis ebenso gefördert werden wie Umwelt-Bildung oder energieeffizientes Bauen. Ein Beispiel ist die ökologische Initiative „Saubere Stadt“ aus dem ukrainischen Lemberg, deren Umwelt-Arbeit inzwischen weit über den kirchlichen Raum hinaus wirkt.

Mit Oleg Kostys, dem Leiter der Initiative, diskutieren wir Chancen, Herausforderungen und Vernetzungspotential kirchlichen Umweltengagements im Osten und Westen Europas und laden Sie herzlich ein.

Das Bild auf der Titelseite des Flyers zeigt einen Ausschnitt aus einer Karikatur von Konstantin Kazanchev (Ukraine). Es ist dem Katalog der Ausstellung “Mit Volldampf in die Katastrophe. Karikaturen aus Ost- und Westeuropa zur Umwelt- und Klimakrise” entnommen. Es ist geplant, die Ausstellung auch in Münster zu zeigen, Datum und Ort stehen noch nicht fest.

Kooperation mit:
Renovabis, Freising; Fachstelle Weltkirche, Bistum Münster

Referierende:
Claudia Gawrich, Renovabis, Freising
Oleg Kotys, Leiter der Ökologischen Initiative „Saubere Stadt“, Lemberg / UA
Beginn: Mo, 06.09.2021 um 18:30 Uhr
Ende: Mo, 06.09.2021 bis 21:00 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 21-519
Tagungsleitung: Dr. Christian Müller
Sekretariat: Ingrid Grothues
Tagungsbeitrag: 8 € /erm 4 € (o. ÜN)

Für Teilnehmende mit Kultursemesterticket ist die Veranstaltung kostenfrei.
Für Inhaber des Kultursemestertickets gebührenfrei Ausfall
 
Tagung fällt aus
© Konstantin Kazanchev (Ausschnitt)
Programm als PDF-Download