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Pandemien und ihre Bekämpfung

Wirtschaftsethische und moralökonomische Perspektiven

- Zur Rolle von Wissenschaft und Medien im Verlauf der Corona-Pandemie
- Ethische Dilemmata bei der Bekämpfung von Pandemien: Wirtschaftsethische Perspektiven im Widerstreit
- Staat, Markt und Unternehmen in der Corona-Pandemie – Lehren für die Zukunft
- Marktwirtschaftliche Anreize und die Verantwortung von Pharmaunternehmen

Die Corona-Pandemie hatte und hat massive Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens - und das weltweit. Zur Bekämpfung der Pandemie wurden Maßnahmen ergriffen, die zum Teil tief in persönliche, politische und wirtschaftliche Grundrechte eingreifen. Die Debatte um die Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit von Lockdown- und Shutdown-Maßnahmen wurde und wird sehr kontrovers geführt. Hier ist eine interdisziplinäre und ethisch reflektierte Analyse gefordert.

Der Deutsche Ethikrat hat schon sehr früh (Ende März 2020) in seiner Stellungnahme „Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise” für eine Güterabwägung plädiert: „Auch der gebotene Schutz menschlichen Lebens gilt nicht absolut. Ihm dürfen nicht alle anderen Freiheits- und Partizipationsrechte sowie Wirtschafts-, Sozial und Kulturrechte bedingungslos nach- bzw. untergeordnet werden. Ein allgemeines Lebensrisiko ist von jedem zu akzeptieren.“

Was ergibt sich aus dieser sehr grundlegenden, aber nicht direkt auf konkrete Fragestellungen anwendbaren Feststellung? In jedem möglichen Szenario zur Bekämpfung einer globalen Pandemie gibt es Gewinner und Verlierer gegenüber einer anderen denkbaren Strategie. Wie ist dies ethisch zu bewerten und gegebenenfalls gerecht auszugleichen?

In dieser interdisziplinären Fachtagung sollen diese und weitere Fragen aus wirtschaftsethischer und moralökonomischer Sicht diskutiert werden. Dies immer mit dem Erkenntnisinteresse, welche Lehren sich aus der Corona-Pandemie für zukünftige globale pandemische Krisen ziehen lassen.

Kooperation mit:
Professur für Wirtschaftsethik und Strategisches Management, Hochschule Bremen

Referierende:
Prof. Dr. Detlef Aufderheide, Lehrstuhl für Wirtschaftsethik und Strategisches Management, Hochschule Bremen
Prof. Dr. Nils Goldschmidt, Wirtschaftswissenschaftler, Siegen
Prof. Dr. Gerd Graßhoff, Institut für Philosophie, HU Berlin
Prof. Dr. Christoph Lütge, Lehrstuhl für Wirtschaftsethik, Uni München
Dr. Uta Müller, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Universität Tübingen
Prof. Dr. Dr. Elmar Nass, Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaften und gesellschaftlichen Dialog, KHKT, Köln
Prof. Dr. Dirk Sauerland, Wirtschaftswissenschaftler, Witten
Prof. Dr. Peter Schallenberg, Lehrstuhl für Moraltheologie und Ethik, Paderborn
Prof. Dr. Jan Schnellenbach, Lehrstuhl VWL, insbesondere Mikroökonomik, TU Cottbus
Dr. Dagmar Schulze Heuling, Staatswissenschaftliche Fakultät, Universität Erfurt
Marianne Thejls Ziegler, PhD, Lehrstuhl für Wirtschaftsethik, TUM, München
Prof. Dr. Rüdiger Wilhelmi, Lehrstuhl für bürgerliches Recht, Universität Konstanz
Beginn: Do, 02.12.2021 um 14:00 Uhr
Ende: Fr, 03.12.2021 bis 13:00 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 21-235
Tagungsleitung: Dr. Martin Dabrowski
Sekretariat: Marie-Luise Mertens
Tagungsbeitrag: 100 € /erm 65 € (ÜN/DZ)
110 € /erm 75 € (ÜN/EZ)
70 € /erm 35 € (o. ÜN)

An dieser Tagung können 10 Studierende - nicht nur mit Kultursemesterticket - kostenfrei teilnehmen. Bitte tragen Sie dies bei der Online-Anmeldung im Feld “Notitz an die Akademie” ein.
Für Inhaber des Kultursemestertickets gebührenfrei
 
© gerald / Pixabay
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