^

"Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters"

Lesung und Gespräche mit dem Autor Dmitrij Kapitelman

- Ein osteuropäischer Jude in Israel
- Komische, rührende und paradoxe Sohn-Vater-Beziehung
- Tarnung und Enttarnung
- Identitäten in Israel und Deutschland

Der Ich-Erzähler des autobiographischen Romans beschreibt, wie er mit seiner Familie 1994 als Kontingentflüchtling von Kiew nach Leipzig gelangt. Von einer Willkommenskultur bemerkt die Familie damals nichts. Im Gegenteil: Im Plattenbauviertel Leipzig-Grünau, wo die Familie lebt, sind Übergriffe durch Nazis für den Jungen Dmitrij an der Tagesordnung. Kein Wunder, dass sich der Vater in einer solchen Umgebung bemüht, als Jude unsichtbar zu bleiben. Auf den Sohn wirkt er wenig greifbar, ein wesentlicher Teil des Vaters bleibt unsichtbar. Und so macht sich der Erwachsene Dmitrij mit seinem Vater auf eine gemeinsame Reise nach Israel, eine Identitätssuche. Als sich der Sohn schließlich gegen den Willen des Vaters dem Nah-Ost-Konflikt stellt - zu einer Reise nach Israel gehört für ihn auch der Besuch des Westjordanlandes und die Begegnung mit den dort lebenden Palästinensern - entwickelt sich diese Suche auch zu einer Emanzipationsgeschichte.

Kooperation mit:
pax christi; Spuren Finden e.V.; EAPPI Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Isarel - Netzwerk Deutschland

Referierende:
Dmitrij Kapitelman, Autor, Berlin
Beginn: Mi, 16.09.2020 um 19:00 Uhr
Ende: Mi, 16.09.2020 bis 20:30 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 20-717
Tagungsleitung: Gabriele Osthues
Sekretariat: Maria Conlan
Tagungsbeitrag: 12 € /erm 10 € (o. ÜN)

Für Studierende mit Kultursemesterticket ist die Veranstaltung gebührenfrei.
Für Inhaber des Kultursemestertickets gebührenfrei
 
© Nadine Kunath
Programm als PDF-Download