^

Politische Orientierungen in der Polizei

Rechtspopulismus und -extremismus als Problem

- Auswirkungen extremistischer Haltungen
- Gefahr für die Demokratie?
- Ursachen und Gegenmaßnahmen

Nicht erst seit der Entdeckung der rechtsextremen Chatgruppe von Polizist*innen in Mülheim findet eine intensive öffentliche Diskussion über politische Haltungen von Polizeibeamt*innen statt. Immer wieder wird ihnen vorgeworfen, sie hätten allzu intensiven
Kontakt zu demokratiefeindlichen Gruppen. Und immer wieder kommt es zu polizeiinternen Ermittlungen wegen der missbräuchlichen Nutzung von Polizeidatenbanken, von denen
die Vorfälle um den so genannten „NSU 2.0“ nur die bekanntesten sind. Auch die Vorwürfe, es komme zunehmend häufiger zu „racial profiling“ nehmen zu. In der Folge sieht sich die Polizei mit der Herausforderung eines zunehmenden Vertrauensverlusts konfrontiert. Wie sind die Vorfälle und Vorwürfe einzuordnen und zu bewerten? Und was muss getan werden, um
Extremismus in den Sicherheitsbehörden zu verhindern? Allein: Bereits die Frage einer systematischen wissenschaftlichen Untersuchung dieser Vorfälle und Vorwürfe führt zu kontroversen Debatten.

Wir wollen in unserem Sicherheitpolitischen Forum der Frage nachgehen, ob es sich bei den hier exemplarisch aufgeführten Problemen um eine Häufung von Einzelfällen und Fehlverhalten
einzelner Beamter, oder vielmehr um ein strukturelles Problem handelt. Und wir wollen sehen, wie mit dem Verdacht umzugehen
ist, Polizei sei “rechtslastig”.

Wir freuen uns, dass wir dies mit ebenso profilierten wie kompetenten Referenten tun können und laden Sie herzlich ein!

Kooperation mit:
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Münster

Referierende:
Prof. Dr. Jonas Grutzpalk, Politikwissenschaftler und Soziologe, FHöV NRW, Bielefeld
Alexander Koch, Gewerkschaft der Polizei, Münster
Martin Thüne, Kriminologe und Polizeiwissenschaftler, FHöV Thüringen, Gotha
Beginn: Di, 24.11.2020 um 18:30 Uhr
Ende: Di, 24.11.2020 bis 21:00 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 20-529
Tagungsleitung: Dr. Christian Müller
Sekretariat: Ingrid Grothues
Tagungsbeitrag: 8 € /erm 4 € (o. ÜN)

Für Studierende mit Kultursemesterticket ist die Veranstaltung gebührenfrei.
Für Inhaber des Kultursemestertickets gebührenfrei