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`Russki mir`

Neue russische Außenpolitik als Bedrohung für Mittel- und Osteuropa?

- Der Konflikt in der Ukraine als Muster neuer russischer Expansion?
- Konsequenzen für die Staaten des ehemaligen Ostblocks?
- Reaktionen europäischer Sicherheitspolitik

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer Paktes 1990/91 schien es, als könne eine neue Europäische Friedensordnung im Einvernehmen zwischen NATO, EU, Russland und den Staaten des ehemaligen „Ostblocks“ gefunden werden. 1997 verständigten sich die NATO und Russland auf ein Abkommen, das die unterschiedlichen sicherheitspolitischen Interessen ausgleichen und zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen führen sollte. Dennoch blieb die Sicherheitspolitik nicht frei von Spannungen, so empfand Russland die Osterweiterung der
NATO und vor allem den Beitritt der baltischen Staaten 2004 beispielsweise als Affront.
Unter dem Schlagwort der „Russki mir“ „Russische Welt“) steht die russische Politik seit Mitte der 2000er Jahre vor allem gegenüber der Ukraine im Zeichen einer erneuten Expansion, die Anfang 2014 in der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim und in der - von der russischen Regierung bestrittenen - Intervention in der Ostukraine einen vorläufigen Höhepunkt fand. Alle Bemühungen, in diesem „eingefrorenen“ Konflikt eine diplomatischen Lösung zu finden, sind seither gescheitert. Das führt zu einer erheblichen Besorgnis in den mittel- und osteuropäischen Staaten, die von EU und NATO entschiedene Maßnahmen zur Sicherung der eigenen Unabhängigkeit und territorialen Integrität fordern.

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax hat sich aus friedensethischer Perspektive ausführlich mit dieser größten Herausforderung der europäischen Sicherheits- und Außenpolitik seit vielen Jahren befasst.

Wir freuen uns, diese Überlegungen mit Ihnen und ausgewiesenen Fachleuten zu diskutieren und laden Sie herzlich ein!

Kooperation mit:
Osteuropa-Hilfswerk Renovabis, Freising; Fachstelle Weltkirche, Bistum Münster

Sonstige Hinweise:
Für Inhaber des Kultursemestertickets ist die Veranstaltung gebührenfrei.

Referierende:
Beginn: Di, 19.11.2019 um 18:30 Uhr
Ende: Di, 19.11.2019 bis 21:00 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 19-524
Tagungsleitung:
Sekretariat: Ingrid Grothues
Tagungsbeitrag: 8 € /erm 4 € (o. ÜN)

Für Inhaber des Kultursemestertickets ist die Veranstaltung gebührenfrei.
Für Inhaber des Kultursemestertickets gebührenfrei
 
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