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Fin de Siècle in Wien

Literatur, Kultur und Politik einer Epoche

- Die Wiener Moderne um 1900: Arthur Schnitzler, Theodor Herzl und Siegmund Freud
- Reaktionen in der Krise
- Soziologie des Judentums

In der Geschichte des mitteleuropäischen Judentums ist das Wiener Fin de Siècle ein entscheidender Wendepunkt. Im Mittelpunkt stehen drei Autoren, die in den aufbrechenden Debatten eine Schlüsselstellung halten: Arthur Schnitzler, in dessen dramatischem und erzählerischem Werk sich alle wesentlichen Aspekte der Epoche niederschlagen. Er erkennt die kulturelle wie politische Bedrohung durch den klerikalen wie rassistischen Antisemitismus. Aus der von Schnitzler literarisch verarbeiteten Kulturkrise entwickelt der Arzt Sigmund Freud in der Psychoanalyse ein neues Menschenbild. Während Freud seine Traumdeutung schreibt, legt der Journalist Theodor Herzl den Grundstein für eine jüdische Nationalbewegung und zieht damit eine politische Lehre aus der krisenhaften Entwicklung.

Kooperation mit:
Bezirksregierung Münster

Referenten:
Prof. Dr. Jakob Johannes Hessing, Professor für Deutsche Literatur, Jerusalem/IL
Prof. Dr. Hans Otto Horch, Professor für Deutsch-Jüdische Literatur, Aachen
Beginn: Fr, 12.10.2018 um 17:00 Uhr
Ende: So, 14.10.2018 bis 13:00 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 18-715
Tagungsleitung: Gabriele Osthues
Sekretariat: Maria Conlan
Tagungsbeitrag: 190 € /erm 160 € (ÜN/DZ)
210 € /erm 180 € (ÜN/EZ)
150 € /erm 120 € (o. ÜN)