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EU-Kritik und EU-Reform

Neue Wege der Integrationsdebatte

- Kritik an Euro-Rettungspolitik, Demokratiedefizit und Flüchtlingspolitik
- Reformansätze für die EU
- Einordnung in die integrationstheoretische Diskussion

Seit der Eurokrise und der so genannten Flüchtlingskrise ist die ohnehin schon bei vielen Menschen unpopuläre EU immer massiverer Kritik ausgesetzt. Euroskeptische Parteien auf der politischen Linken prangern die verheerenden Folgen der kriseninduzierten Sparpolitik wie auch die langfristig gewachsene neoliberale Schlagseite der europäischen Wirtschaftspolitik an. Die politischen Rechten sieht die EU schon seit langem als Totengräberin des Nationalstaates, die durch ihr Regime der offenen Grenzen und durch eine vermeintlich allzu liberale Flüchtlingspolitik zu kultureller Überfremdung beitrage und islamistischen Terroranschlägen Tür und Tor öffne.
In beide Diskurse mischt sich zudem ein tiefes Misstrauen gegen das politische Establishment, zu dem nicht nur die großen Mitte-Links- und Mitte-Rechts-Parteien gezählt werden, sondern auch die EU als Projekt der von diesen Parteien getragenen Regierungen. Populistische, euroskeptische Parteien konnten in vielen Ländern deutliche Stimmengewinne verzeichnen und in etlichen Staaten sogar Regierungsverantwortung übernehmen.
Bei dieser Tagung nehmen wir die in der aktuellen Reformdebatte diskutierten Vorschläge zur Reform der EU in den Blick. Dabei soll der Ansatzpunkt der Kritik am Status quo im politischen Raum (links, rechts, populistisch/nicht-populistisch, pro-integrationsorientiert/euroskeptisch etc.) verortet werden. Die Reformvorschläge werden auch in die wissenschaftliche Debatte um die Integration der EU eingeordnet.
Die Tagung richtet sich an Studierende der Politik-wissenschaft und alle Interessierten, die die aktuelle Debatte um Zukunft und Reform der Europäischen Union tiefer verstehen und einordnen wollen.
Wir laden Sie herzlich ein!

Kooperation mit:
Institut für Politikwissenschaft, Universität Münster

Referenten:
Joris Dufner, Junge Europäische Föderalisten, Münster
Isabell Hoffmann, Bertelsmann-Stiftung, Programm Europas Zukunft, Gütersloh
apl. Prof. Dr. Martin Höpner, Forschungsgruppe "Politische Ökonomie der europäischen Integration", Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln
Prof. Dr. Dirk Leuffen, Arbeitsgruppe für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Politik, Universität Konstanz
Dr. Gabriela Schneider, Referentin für Fragen der Europäischen Union, Europarecht, Energie- und Klimapolitik, Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, internationale Handelspolitik, Kommissariat der Deutschen Bischöfe - Katholisches Büro, Berlin
Prof. Dr. Oliver Treib, Politikwissenschaftler, Universität Münster
Prof. Dr. Vera van Hüllen, Institut für Politikwissenschaft, Universität Leuphana, Lüneburg
Beginn: Mo, 10.12.2018 um 13:30 Uhr
Ende: Di, 11.12.2018 bis 17:00 Uhr
 
Tagungs-Nr.: 18-535
Tagungsleitung: Dr. Christian J. Müller
Sekretariat: Ingrid Grothues
Tagungsbeitrag: 60 € /erm 38 € (ÜN/DZ)
75 € /erm 53 € (ÜN/EZ)
45 € /erm 23 € (o. ÜN)