^

Macht - Supervison - Sinn

7. Fachtagung Supervision im pastoralen Feld

Klaus Hampel, Hans-Bernd Köppen (Hg.)

In unserer Gesellschaft erleben wir momentan, wie im gewaltigen Prozess der Postmoderne die Institutionen, die einst Sinn konstituierten, zunehmend an Bedeutung verlieren. Familie, Schule, Kirche unterliegen und erliegen den Vorgaben von Flexibilisierung und Mobilität.

 

Auch die berufliche Biographie wird zur "Bastelbiographie", deren Sinn jeder selber finden und erfinden soll. Kein Wunder, dass im therapeutischen wie im supervisorischen Kontext die Sinnfrage zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Wie gehen die Verantwortlichen in der Supervision damit um? Welchen Stellenwert kann die Sinnfrage in der Supervision einnehmen? Taugt diese Kunst überhaupt dazu, Sinn zu produzieren? Neben die Sinnfrage tritt die Machtfrage. Wozu ist Supervision überhaupt in der Lage? Diese Machtfrage stellt sich unseres Erachtens besonders dringlich im kirchlichen Kontext. Während die Kirche nach außen an Bedeutung verliert, nach innen ihre Pastoral neu zu ordnen versucht, etabliert sich Supervision als Instrument der Begleitung auch pastoraler Berufe. Wie aber arbeitet man mit einem konstruktivistischen Paradigma in einer Institution, die weiß, was die "Wahrheit" ist? Macht Supervision Sinn, wenn sie kirchlichen Strukturen gegenüber oftmals ohnmächtig ist? Löst Supervision ein, was sie zu leisten vorgibt? Wer überprüft ihre Wirksamkeit, und welche Kriterien gibt es dabei? Diese Publikation kann zu einem Preis von 10 € über den Dialogverlag Münster oder über den Buchhandel bezogen werden.


Münster: dialogverlag, 2004
ISBN 3-933144-78-7, Preis: 10,-- €