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Franz Hitze und die Sozialpolitik des politischen Katholizismus im Deutschen Kaiserreich

Der Philosoph Hans Blumenberg

Michael Peter

Schriften der AKADEMIE FRANZ HITZE HAUS XII


Münster: Verlag der AKADEMIE FRANZ HITZE HAUS, 2009
ISBN 978-3-930322-54-1, Preis: 8,- €


Zahlreiche Historiker haben sich mit der Person Franz Hitze auseinandergesetzt und ihn ausführlich als Theoretiker des sozialen Katholizismus, als Sozialreformer, als Verbandsgründer und Funktionär, als Lehrstuhlinhaber, Pädagoge und Priester beschrieben. Seine sozialpolitischen Leistungen sind jedoch in der historischen Forschung bisher nur unzureichend gewürdigt worden.

 

Einen Einstieg in die komplexe Materie der Sozialpolitik Franz Hitzes liefert nun die vorliegende Schrift von Michael Peters, Verwaltungsleiter der Akademie Franz Hitze Haus.


Umfassend beleuchtet wird das Wirken Hitzes als Parlamentarier und sein Schaffen und Wirken im Hinblick auf die Kernbereiche der modernen Sozialpolitik im Kaiserreich: die Sozialversicherung, der Arbeitsschutz und die Arbeitermitbestimmung. Diese Kernbereiche werden im Zusammenhang mit der Person Hitzes bewertet und für die einzelnen Phasen der Sozialpolitik zwischen 1871 und 1918 in den jeweiligen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext gestellt. Insbesondere die Akteure innerhalb des politischen Katholizismus als auch im Parteienspektrum des Reichstages, die als Mitstreiter oder Gegner auftraten, finden ihre Berücksichtigung. Dabei wird deutlich, dass Hitze als Zentrumspolitiker im parlamentarischen Raum schon früh eine entscheidende Rolle einnahm und sein Wirken für die Sozialpolitik im Kaiserreich maßgeblich und zukunftsweisend gewesen ist.