Wie das Unfassbare zeigen?
Wie das Unfassbare zeigen?
Filmausschnitte und Gespräch über Claude Lanzmann und Steven Spielberg
Die Darstellung der Shoah gehört zu den schwierigsten und umstrittensten Sujets von Kunst, Film und Erinnerungskultur. Wie kann das Unfassbare gezeigt werden? Welche Bilder sind möglich – und wo liegen ihre Grenzen?
Die Veranstaltung geht diesen Fragen anhand ausgewählter Filmausschnitte zweier grundlegend unterschiedlicher filmischer Zugänge nach: Claude Lanzmanns monumentalem Dokumentarfilm »Shoah« sowie Steven Spielbergs Spielfilm »Schindlers Liste«. Während Lanzmann auf Archivbilder verzichtet und auf Zeugenschaft, Orte und Sprache setzt, arbeitet Spielberg mit den Mitteln des erzählenden Kinos, mit Inszenierung, Dramaturgie und emotionaler Verdichtung.
Im gemeinsamen Sehen ausgewählter Szenen und im Gespräch wollen wir der Frage nachgehen, wie Erinnerung im Medium Film gestaltet wird, welche ethischen Probleme sich dabei stellen und wie unterschiedliche ästhetische Formen unser historisches Verstehen prägen.
Anna Hack Theologin, Münster
Dr. Robert Kaufmann Historiker, Buchs
Dr. Ludger Hiepel Theologe, Altorientalist, Beauftragter der Universität Münster gegen Antisemitismus, Münster
Dr. Christoph Spieker Historiker, Greven
Stefan Querl Historiker, Beauftragter gegen Antisemitismus der Stadt Münster, Leiter des Gesichtsorts Villa ten Hompel, Münster
Zur Anmeldung: Wie das Unfassbare zeigen?