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Exklusive Solidarität

Exklusive Solidarität

Rechtspopulistische Bewegungen und Parteien wie der AfD gelingt es zunehmend, ihre Wählergruppen zu erweitern und weitere Schichten außerhalb der Kernklientel zu erreichen. Unter anderem ist die AfD bei Industriearbeiter:innen überdurchschnittlich erfolgreich: Über ein Drittel dieser gesellschaftlichen Gruppe wählt diese Partei. Als eine mögliche Ursache werden die enormen Herausforderungen durch die industrielle Transformation gesehen, die bei vielen zu einer großen Verunsicherung, zu Abstiegsängsten und Enttäuschung bis hin zu Wut gegenüber den politischen Entscheidungsträger:innen führen.

Von rechtspopulistischer Seite wird mit Blick auf die Arbeiter:innen eine »exklusive Solidarität« im Sinne einer Abgrenzung gegenüber Migrant:innen, Empfänger:innen von Transferleistungen und anderen marginalisierten Gruppen propagiert. Damit unterscheidet sie sich fundamental von der Gewerkschaftsbewegung und ihrer emanzipatorischen und solidarischen Ausrichtung. In Betrieben gibt es seit einigen Jahren AfD-nahe Gruppierungen, die bei Betriebsratswahlen rechtspopulistische und ausgrenzende Positionen vertreten und zunehmend Erfolge erzielen.

Wir werden einen genaueren Blick auf die Erfolge der AfD in der (Industrie)arbeiterschaft werfen und darüber ins Gespräch kommen, wie diese Gruppe für demokratische Werte und Parteien zurückgewonnen werden kann.

Daniel Scheen-Pauls Landesvorsitzender NRW der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA), Düsseldorf

Dr. Daphne Weber Autorin, Mitglied im Beirat des Projekts »Confronting the Rise of Right-wing Authoritarianism«, München

Zusammenarbeit mit Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Region Münsterland

 

Zur Anmeldung: Exklusive Solidarität