Der Umgang mit dem kolonialen Erbe
Seit einigen Jahren gibt es eine intensive wissenschaftliche und öffentliche Diskussion über den Kolonialismus und seine bis heute andauernden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Folgen. Im Zuge der kritischen Aufarbeitung der Rolle der christlichen Kirchen in dieser Zeit hat sich auch die Akademie Franz Hitze Haus gemeinsam mit anderen katholischen Akademien auf den Weg gemacht, sich in diesem Themenfeld zu engagieren. In der AKSB - Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB e.V.) arbeiten wir im inhaltlichen Schwerpunkt Vergangenheit verstehen mit.
Tagungen zum Thema
Unter dem Titel Kirche und koloniales Erbe haben wir gemeinsam mit Akademien der Bistümer Aachen, Dresden-Meißen, Hildesheim und Mainz im Mai 2025 eine interdisziplinäre Tagung (hier Flyer verlinken) durchgeführt, die wichtige Erkenntnisse für die weitere Beschäftigung mit dieser Thematik erbracht hat.
Flyer Tagung "Kirche und kolonialales Erbe"
Die Akademie begleitet die durch das Diözesankomitee getragene Partnerschaft des Bistum Münster mit der Kirchenprovinz Tamale im Norden Ghanas mit einer Jahrestagung. 2025 stand diese im Zeichen der Auseinandersetzung mit „Partnerschaftarbeit und (Post-)Kolonialismus.“ Wir haben uns intensiv mit der Zusammenarbeit von und den Konflikten zwischen „Thron und Altar“ und der Geschichte, den Herausforderungen und Zukunftsvisionen internationaler Nord-Süd Kooperationen (und damit den ökonomischen Ursprüngen und anhaltenden Wirkungen des Kolonialismus bis in unsere Zeit) auseinandergesetzt. Schwerpunkt der Tagung war ein Workshop zur gelingenden Kommunikation in internationaler Partnerschaftsarbeit, der die kulturelle Dimension internationaler Begegnung ebenso wie strukturelle Ungleichheiten und Gruppendynamiken und in den Blick genommen hat.
Reihe Digitaler Kolonialismus
Ein aktuelles Themenfeld, in dem sich die Folgen des Kolonialismus in besonderer Form zeigen, ist die Digitalisierung, in der mächtige Tech-Konzerne die Welt unter sich aufteilen. Gemeinsam mit dem Eine Welt Netz NRW blicken in drei Veranstaltungen auf die Hintergründe von Technik und Wirtschaft und die sozialen Folgen – und auf Perspektiven, wie Digitalität demokratisch gestaltet werden könnte.
27. April, 18:30 -21 Uhr
Digitaler Kolonialismus - Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen. Lesung und Diskussion mit Sven Hilbig
29. Mai, 16 -21 Uhr
Hinter der Digitalen Welt: Arbeit, Ausbeutung, Verantwortung
Wer zahlt den Preis für unsere digitale Zukunft?
16. Juni, 16-21 Uhr
Digitalität weltweit demokratisch gestalten
Wege in eine gerechte digitale Zukunft?