Symposion: Person und Werk einer Grenzgängerin
Simone Weil (1909-1943) hat in ihrem kurzen Leben ein bedeutendes denkerisches Werk hinterlassen. Das Verlangen nach dem Guten ist die treibende Kraft ihres intensiven Lebens gewesen. Aus diesem Antrieb heraus stellte sie sich beständig existentiellen Herausforderungen.
Sie war anspruchsvolle Philosophin, revolutionäre Gewerkschaftlerin, verdingte sich freiwillig als Industrie- und Landarbeiterin. Simone Weil war überzeugte Pazifistin und ergriff dennoch im Spanischen Bürgerkrieg Partei auf Seiten der Republikaner. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte sie sich in der Resistance.
Sie befasste sich mit Religionen, Mythen und setzte sich kritisch mit der katholischen Kirche auseinander. Im christlichen Glauben fand sie schließlich den Herzschlag ihrer tiefsten Überzeugungen.
Das Symposion führte zunächst ein in große biographische Wendepunkte im Leben Simone Weils und vertiefte dies in vier Vorträgen. Die Vorträge von Lou Marin, Prof. Dr. Reiner Wimmer und Dr. Erika Schweizer werden Ihnen als Download zur Verfügung gestellt.
Lou Marin, Marseille: Pazifismus, Anarchismus und die Suche nach Gewaltlosigkeit bei Simone Weil
Prof. Dr. Reiner Wimmer, Konstanz: Mystik und Politik im Leben Simone Weils
Dr. E. Therese Winter, Garmisch-Partenkirchen: Weltliebe in gespannter Existenz. Grundbegriffe einer säkularen Spiritualität in Leben und Werk Simone Weils
Dr. Erika Schweizer, Münster: Gott ist der hoechste Dichter. Zur spirituellen Bedeutung der Poesie bei Simone Weil
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